Archive for the 'Europa' Category

Bischofshofen

Dienstag, November 28th, 2006

Museum am Kastenturm

Eigentlich wollte ich nur kurz einen Blick auf eine Kopie des in Salzburg stehenden Rupertuskreuzes werfen, doch dann war der Kustos (Museumsleiter) Dr. Hans Ransmayr plötzlich da und ließ es sich nicht nehmen uns durch die Ausstellung zu führen, was selbige natürlich extrem aufgewertet hat. Ransmayr ist ein älterer Mann, der als Seniorstudent seinen Magister in Innsbruckmebeli gemacht hat und früher eigentlich Arzt in Bischofshofen war. Mit großer Leidenschaft hat er uns also durch die Ausstellung geführt, die unter anderem beinhaltet:

-> Das Rupertuskreuz in Kopie (er ließ es offen, ob nicht vielleicht doch die Salzburger die Kopie und er das Original hat, aber ich habe gesehen, wie eine Vitrine nicht abgesperrt war, und er seinen Zentralschlüssel in einer anderen stecken ließ, so dass ich mir kaum vorstellen kann, wie in Salzburg noch jemand ruhig schlafen könnte, wenn er das Original hätte…)

-> Mal wieder eine schlechte Replik der Himmelsscheibe…..seufz



-> Bergkristallmikrolithen

-> Bronzezeitliche Schmelzofenrekonstruktion, Keramik, Gusskuchen, Spangenbarren, Lappenbeil, Kugelkopfnadel, etc. und das Griffzungenschwert von Stengenwald, das Ransmayr warum auch immer mit Nebra in Verbindung bringen will und mit einem Schwert im Nationalmuseum Athen, Fundort Mykene

-> Funde vom Pestfriedhof, einem Urnenfeld mit Steinkisten aus der UK, darunter Golddrahtring, Urnen (ach!), aber auch Urnenbestattungen aus der Hallstatt- und der frühen Latènezeit, darunter Fibeln und Nadeln, Keramik, Webgewichte, Messer, etc.

Laut Ransmayr läßt sich im ältesten Salzstollen in Hallstatt die Methode des Kupferbergbaus nachweisen, so dass er spekuliert, dass die Kupferbergmänner vom Mittberg aufhörten Kupfer abzubauen, als sich Eisen durchsetzte und zu Salzbergmännern wurden, eben in Hallstatt. Das lasse ich mal so dahingestellt….

Abschließend möchte ich gerne weitergeben, um was er mich zum Schluss bat: ich möge doch bitte sein Museum weiterempfehlen und unbedingt darauf hinweisen, dass archäologische Besucher auf jeden Fall nach ihm fragen sollen, er macht nichts lieber als Fachleuten alles zu zeigen. Und es macht ihn glücklich.

Fazit: Allein das Rupertuskreuz, auch wenn es nur eine Kopie ist, ist einen Umweg wert. Die anderen Funde sind auch sehr interessant und wenn es gelingt Herrn Ransmayr als Museumsführer zu haben dann lohnt sich auch ein größerer Umweg.

Museum am Kastenturm
Moßhammerplatz 4
(Eingang neben der Pfarrkirche)
A-5500 Bischofshofen

Schwerpunkt:
Archäologie Innergebirg (Steinzeit bis Mittelalter), Sakrale Kunst
in und um Bischofshofen: Rupertuskreuz 6./7.Jh.), Ablasstafel (1453), Urkunden, Skulpturen, Bilder, liturgische Geräte, Zeugnisse des christlichen Brauchtums, Grabdenkmäler (Lapidarium); Sonderausstellungen

Öffnungszeiten:
Ganzjährig: Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 10.00-16.00 Uhr
Führungen:
Nach vorheriger Anmeldung jederzeit

Informationen:
Neben der Museumsführung werden auch Rundgänge zu den historisch
wichtigsten Objekten des Ortes (Kirchen, Pestfriedhof,
Schanzenanlage) angeboten. juegue casino onlinepremios dinero portalesмебелиjugar video poquer lineaswiss casino onlinerealistische online spielbankrealistisches internet casinoslotmaschine online spielencasino online maccasino online gameskostenlose casinospieleonline casino downloadtop online kasinospielen sie kostenlos kasinospiele onlinecasino spiele deatlantic cityplay free baccaratslots softwarebaccarat downloadroulette spielanleitungкухниcasino roulette gamesgratis 777 casino slot,gratis casino bonus,gratis casinobesten casino onlineonline spiel automatenonline casino degratis download casinomebelipoker roulettevideo poker classiconline casino wiesbadenkasino spiele mit echtem geldkostenlose casino gamesjack black strategienfrei spielcasino online no deposit bonuscasino bonus ohne einzahlungslot machines spielenwww casino on netcasino online no depositonline casino comparty casino bonusroulette game downloadcasino games bingocasino online forumeinarmiger bandit online spielenroulette systemsslot maschinen spielengames roulette spielencasino online ohne einzahlungonline casino roulettecasino automaten spieleonline betting Zweimal jährlich wird eine
Sonderausstellung durchgeführt.

Auskunft:
Museum: +43 664 3711400 (Kustos), +43 6462 3444-3 (Obmann), +43 6462 2972 (nur während der Öffnungszeiten)
Tourismusverband: +43 6462 2471, Fax -3605, info@bischofshofen.com
Gemeindeamt: +43 6462 2801-0, Fax -28,
e-mail: amtsleitung@bischofshofen.sbg.at

Kustos/Kustodin: Mag. Dr. Hans Ransmayr, +43 664 3711400, e-mail: drransmayr@sbg.at
Obmann/Obfrau: Dr. med. Christoph Plawenn, Kinostraße 9, 5500 Bischofshofen, +43 6462 3444-3
Gründungsjahr: 1998
Museumsfläche: Etwa 250 m², Ausstellungsfläche ca. 220 m²
Rechtsträger: Museumsverein Bischofshofen

Webseite

Das Musée Départemental de Préhistoire de Solutré

Freitag, Oktober 13th, 2006

Das Solutréen kennt der Archäologiestudent einmal durch die gleichnahmige Zeitstufe (ca. 20 000-16 000 v. Chr.), zum anderen durch die wilder Geschichte über die tausende, von Menschen über eine Klippe gejagten, und sich in den Tod stürzende Pferde.

Der Felsen, von dem die Großsäuger angeblich in den Tod getrieben wurden, ist in der Tat spektakulär - es lohnt sich also, bei einem Abstecher in diese Gegend neben dem Besuch des Museums ausreichend Zeit für die Erkundung der Umgebung einzuplanen.

Beim Fundplatz von Solutréen handelt es sich um eine jungpaläolithische Fundstelle, and der über einen langen Zeitraum hinweg Pferde und Rentiere gejagt und geschlachtet worden sind. Neben Steingeräten, Werkzeugen und Knochen mit Bearbeitungsspuren sind auch einige Statuetten von Mammuts und anderen Tieren gefunden worden (nicht nur aus dem Solutréen, sondern auch aus dem Aurignacien, Gravettien und Magdalenien).

Das in den Berg gebaute Museum ist klein, aber modern und hält auch Gimmicks wie sich selbst auseinandernehmende Feuersteinknollen bereit.

Neben der Dauerausstellung gibt es wechselnde Sonderausstellungen sowie eine Audiovisionsshow und einen Film (jeweils ca. 15 min.).

Putzig und detailverliebt sind auch die Dioramen, man hat sich hier wirklich Mühe gegeben, die Steinzeit auch für Laien lebendig darzustellen.

Hier erfährt man dann auch, dass die Geschichte mit den abgestürzten Pferden der Phantasie des Ausgräbers Adrien Arcelin entsprungen ist, sowie moderne Erklärungen für den Befund.

Erfreulicherweise gibt es im Museum nicht nur einen französischen, sondern auch einen englischsprachigen Führer (um die 10 Euro). Überhaupt ist das Museum sehr touristenfreundlich - für diejenigen unter uns, die der französischen Sprache nicht mächtig waren, gab es kleine Hefte, in denen die Texte zur Sonderausstellung übersetzt worden sind.

Außerhalb des Museums gibt es einen Garten, in dem urzeitliche Gewächse anpflanzt sind, die sich allerdings zu der Zeit, in der ich da war augrund extremer Trockenheit nicht sonderlich von der neuzeitlich vertrockneten Fauna unterschieden. Aufregender als das Steinzeitgemüsebeet ist der Felsen von Solutréen selbst, den man mit festem Schuhwerk auf zwei Routen in ungefähr einer halben Stunde erklettern kann. Ist zwar etwas anstrengend, man wird allerdings mit einem fulminanten Panoramablick belohnt.

Öffnungszeiten (Stand: Sommer 2006)

April bis September: 10 - 18 Uhr

Oktober bis März: 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr

Dezember, 1. Januar, 1. Mai: geschlossen

Website: www.musees-bourgogne.org

Anreise: Solutreen liegt mit dem Auto circa eine viertel Stunde entfernt von Macon. Die Ausfahrt ist Macon Sud, die nächstegelegenen Ortschaften sind Pouilly und Vergisson.

Felsen von Solutréen